Obdachlose Frau im Schlafsack

Caritas und Stadt Wien eröffnen Einrichtung für Mütter und Kinder in Not

10.04.19 / 14:11

Eröffnung Mutter-Kind-Haus Frida

Am Mittwoch eröffnete Caritas Präsident Michael Landau gemeinsam mit Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal, Sozialstadtrat Peter Hacker, mit FSW-Geschäftsführerin Anita Bauer sowie dem Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai ein neues Mutter-Kind-Haus für Wien. Im Haus Frida finden derzeit 23 Frauen und 36 Kinder ein sicheres Zuhause. „Wir freuen uns, das dritte Mutter-Kind-Haus der Caritas der Erzdiözese Wien gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde Wien ganz offiziell eröffnen zu können“, betonte Caritas Präsident Michael Landau. „Die Frauen, die in unseren Häusern leben, haben meist schwere Zeiten hinter sich. Die Mutter-Kind-Häuser – zwölf in ganz Österreich – sind dabei so etwas wie Häuser der Zuversicht. Sie bieten Frauen und ihren Kindern die Möglichkeit, durchzuatmen, das Leben zu sortieren und den Alltag wieder selbstbestimmt zu bewältigen.“ In Österreich gelten laut offizieller Statistik knapp 511.000 Frauen als einkommensarm. Landau: „Ich bin der Gemeinde Wien für ihre Unterstützung sehr dankbar. Denn diese Zahlen machen deutlich: Wir benötigen starke Partnerschaften und passgenaue Antworten, um die Not dieser Frauen konkret zu lindern.“

 

Sozialstadtrat Peter Hacker erklärte, wie auch für die Zukunft gewährleistet werden kann, dass Wien eine soziale Stadt bleibt: „Wien lässt niemanden im Stich. Nicht die Hofratswitwe, die Pflege braucht, nicht den Obdachlosen, der kein Dach über dem Kopf hat, und schon gar nicht Mütter und ihre Kinder. Die gehören gefördert wie hier im Haus Frida, und nicht ausgegrenzt. Wien begreift Sozialpolitik als Aufgabe der gesamten Stadtverwaltung und bleibt aufgrund neuer innovativer Lösungen, dem Mut zur Umsetzung und dank Partnerinnen und Partnern wie der Caritas am Puls der Zeit.“

 

Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal betonte anlässlich der Eröffnung: „Die Mutter-Kind-Häuser helfen Frauen in Notlagen, wieder Fuß zu fassen und bieten ein sicheres Zuhause. Ich bin beeindruckt von diesen starken Frauen, und davon, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mutter-Kind-Haus täglich leisten. Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die sich engagieren und die sich so stark für andere einsetzen.“

 

Anita Bauer, die Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien, der die Mutter-Kind-Einrichtungen der Caritas finanziell unterstützt, hob die gute Zusammenarbeit im Sinne der gemeinsamen Ziele in der Wiener Wohnungslosenhilfe hervor: „Das Angebot der Wohnungslosenhilfe der Stadt Wien bietet Hilfe und Unterstützung, um wieder auf eigenen Beinen zu stehen und selbständig zu wohnen. Für eine Zukunft mit Perspektive und integriert in der Mitte unserer Gesellschaft. Das macht der Fonds Soziales Wien gemeinsam mit der Caritas und vielen weiteren Partnerinnen und Partnern seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Das Haus Frida ist dafür ein beeindruckendes Beispiel.“

 

Die Caritas bietet in dieser Einrichtung und an vielen anderen Standorten in Floridsdorf Hilfe an. Bezirksvorsteher Georg Papai: „Floridsdorf ist ein Bezirk, in dem das Urbane einer Stadt mit den ursprünglichen dörflichen Strukturen eines ehemaligen Umlandes zusammenschmilzt. Das macht den Charakter unseres Bezirkes aus. Dabei ist unter ‚dörflichen Strukturen‘ durchaus nicht nur ein geografisches Erscheinungsbild zu verstehen: Ich meine, dass die dörfliche Gemeinschaft verbunden mit all ihren Ausprägungen wie ehrenamtliche Mitarbeit und gemeinwesenorientiertes Denken starke Wurzeln in Floridsdorf hat. Damit sind die vielfältigen Einrichtungen der Caritas auch ein Zeichen des Selbstverständnisses in unserem Bezirk.“

 

Über das Haus Frida

Das Haus Frida ist ein Haus für wohnungslose Frauen mit Migrationshintergrund und ihre Kinder. Es vereint zwei Angebote unter einem Dach: ein Übergangswohnhaus für Mütter und Kinder und Frida Akut - die kurzfristige Unterbringung für in Not geratene Frauen. Haus Frida und Frida Akut werden vom Fonds Soziales Wien gefördert. Das Projekt zur Förderung von Frauen - MIGeinander - wird vom BMEIA gefördert.

 

 

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Kennwort: Haus Frida